Symptom, Anamnese, Diagnose.

Der Ausgangspunkt für den Gang zu einem Therapeuten ist immer das Vorliegen eines Symptoms, das bei dem Betroffenen einen Leidensdruck verursacht. Viele Menschen deuten ein einzelnes Symptom bereits als eine vermeintliche schlimme Krankheit. Dabei ist ein Symptom zunächst lediglich ein Krankheitsanzeichen und noch keine fertige Diagnose.

Gerade im Bereich der psychischen Störungen gibt es eine Reihe unspezifischer Symptome wie z. B. gedrückte Stimmung, Unruhe oder Angst. Sie können bei ganz unterschiedlichen Krankheiten auftreten. Auch aus dem Bereich der körperlichen Erkrankungen ist das bekannt. So kann z. B. aus den ganz allgemeinen Symptomen Fieber oder Mattheit allein nicht eindeutig auf eine konkrete Krankheit geschlossen werden.

Deshalb erstellt ein Arzt oder Heilpraktiker im ersten Schritt immer einen Befund. Hierzu trägt er alle Symptome systematisch zusammen. Weiterhin erfasst er in einer Anamnese die bisherige Krankheitsgeschichte, die Biografie und die aktuelle Lebenssituation des Patienten. Erst mit diesen Informationen kann er eine erste Verdachtsdiagnose erstellen. Sie benennt eine der möglichen Krankheiten als Ursache der Symptome. Über eine sogenannte Differenzialdiagnose prüft er dann, welche weiteren Diagnosen in Fragen kommen könnten.

Dann erst kann der Arzt oder Heilpraktiker eine gesicherte Diagnose stellen.

Mit diesem Erkenntnisstand nennt der Arzt oder Heilpraktiker dem Patienten die Diagnose. Danach klärt er ihn über deren Bedeutung auf und bespricht mit ihm die möglichen Therapieansätze.

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Gender-Hinweis: Wegen der besseren Lesbarkeit des Textes wird hier für die dritte Person zumeist vereinfachend die männliche Form verwendet. Alle Aussagen treffen selbstverständlich ausdrücklich auf alle Geschlechter (m / w / d) gleichberechtigt zu.

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